Reverse Geocache mit Quizfragen!

Wenn wir mal ein wenig Zeit haben, gehen meine Freundin und ich gerne geocashen und haben bei dieser modernen Schatzsuche immer viel Spaß. Nach einer Idee aus dem Buch “Arduino Workshops” von John Boxall kam mir in den Sinn einen “Reverse Geocash” zu bauen – bei dieser Art des Geocashens hat man den Schatz von Anfang an in der Hand, aber man kommt erst heran, wenn man ihn an eine bestimmte Position getragen hat. Mein eigener Reverse Geocash sollte natürlich besser aussehen und mehr können als der, der in dem Buch abgebildet war…

So entwickelte ich einen Geocash, der sich nicht gleich bei der ersten Position öffnen sollte, sondern zunächst einmal eine Quizfrage anzeigt und dann zur nächsten Position führt. Auf diese Art und Weise kann die Schatzsuche zu einem schönen Spaziergang ausgebaut werden, an dem eine Reihe von schönen Orten abgeklappert werden.

Die Elektronik sollte natürlich möglichst gut versteckt sein und nicht von dem Schatz ablenken, also druckte ich dazu mit einem mit Holz versetzten Filament einen entsprechenden Deckel. Für die rechte Seite habe ich außerdem eine schöne Fassung für den Schatz gedruckt, die sich aber auch entfernen lässt, falls der Schatz mal etwas größer werden sollte. Auf dem Bild kaum zu sehen ist die unter den schwarzen Deckel gedruckte Nase, in die sich der Servo einklinkt, um die Box verschlossen zu halten.

Die Elektronik war in diesem Fall relativ einfach. An den Arduino sind ein GPS-Modul, ein Servo, ein Display und drei Taster angeschlossen. An der Seite befindet sich zudem ein Schalter zum Ein- und Ausschalten. Bei den Tastern habe ich auf den bereits bei der Wetterstation beschriebenen Aufbau mit einigen in Serie geschalteten Widerständen zurückgegriffen, um die Menüführung zu realisieren. Der Eingang des GPS-Moduls ist über einen 2kOhm/1kOhm Spannungsteiler mit dem Arduino verbunden, da das GPS-Modul mit 3,3V arbeitet und der Arduino mit 5V.

Im Programm wird zunächst ein Willkommensbildschirm angezeigt und die aktuelle Position (die GPS-Koordinaten) abgerufen. Danach erfolgt die Abfrage der aktuellen Station bzw. Frage aus dem EEPROM, sodass man die Box zwischen den einzelnen Station auch ausschalten kann, um Strom zu sparen. Das folgende gliedert sich dann im Wesentlichen für jede Station in eine Funktion zum Erreichen der Zielposition (mit Anzeige der Entfernung und der Himmelsrichtung zum Ziel!) und eine Funktion zum Darstellen der Frage und zur Verarbeitung der Antwort. Dazu kommen einige kleinere Unterfunktionen zur weiteren Gliederung des Codes.

Zudem gibt es während des Willkommensbildschirms die Möglichkeit, ein geheimes Untermenü zu erreichen, mit dem sich die Box auch ohne Erreichen der Zielposition öffnen lässt. Außerdem lässt sich eine Station überspringen und der EEPROM zurücksetzen. Falls die GPS-Technik also mal nicht wie gewünscht funktioniert, hat man immer noch alle Möglichkeiten.

Im Programm lassen sich oben ganz leicht eigene Fragen und Antwortmöglichkeiten angeben, sodass man das Programm schnell für eigene Zwecke anpassen kann. Zusätzlich stelle ich die STL-Dateien für den 3D-Druck bereit, damit der Nachbau ganz einfach und schnell beginnen kann. Viel Spaß dabei!

GPSQuiz-Dateien.zip

 

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